Bau und Erhaltung

Im Dezember 2006 wurde der PPP-Vertrag zwischen der ASFINAG als Auftraggeber und der Bonaventura Straßenerrichtungs-GmbH als Auftragnehmer unterfertigt; Anfang 2007 wurde mit den ersten Baufeldfreimachungen begonnen. Die Verkehrsfreigabe der S1 Ost und der S2 Umfahrung Süßenbrunn, erfolgte am 30. November 2009. Am 31. Jänner 2010 wurde die S1 West und der südliche Abschnitt der A5 und somit der gesamte Streckenabschnitt dem Verkehr übergeben. Somit wurde die größte Baustelle Europas in einer Rekordzeit von nur 37 Monaten termingerecht fertig gestellt.

Die Strecke wurde durch die Bonaventura Straßenerrichtungs-GmbH nicht nur geplant, finanziert und gebaut sondern wird von ihr bis 2039 auch erhalten. Für die bauliche Errichtung der Strecke wurde seinerzeit die Arge PPP Ostregion gegründet. Diese Arbeitsgemeinschaft setzte sich zu jeweils 50 Prozent aus der ALPINE Bau GmbH und der HOCHTIEF Construction AG zusammen. Seit 2016 sind Meridiam und RREEF, zwei langfristig planende Infrastrukturfonds, mit jeweils 50% Anteilseigner an der Bonaventura Straßenerrichtung GmbH.

Details

Grundeinlöse

Rund 760 ha wurden für die Realisierung des Bauvorhabens benötigt. Insgesamt waren rund 1400 Grundeigentümer betroffen. Von den eingelösten Flächen wurden rund 195 ha für ökologische Ausgleichflächen und Ersatzaufforstungen aufgewendet.

Bauumfang

  • Erdbewegung 10.300.000 m³
  • Asphalt 493.000 to
  • Betondecke 1.358.000 m²
  • Entwässerung 164.000 m
  • Lärmschutz 125.000 m²
  • Beton 1.500.000 m³
  • Betonstahl 60.000 to

Bauwerke

  • 76 Brückenbauwerke: 33 Autobahnbrücken, 20 Überführungen, 10 Landesstraßen- bzw. Güterwegbrücken, 9 Grünbrücken, 4 Brückenumbauten
  • 4 Tunnelbauwerke mit modernster Tunnel- und Sicherheitstechnik;
    4,5km Umweltschutztunnel im Bereich Stetten und Kreuzenstein
    2,4km Tunnel Tradenberg; 0,5km Umweltschutztunnel Eibesbrunn
  • 18 Wannenbauwerke
  • Entwässerungsmaßnahmen: 25 Beckenanlagen mit 42 Pumpwerken
  • 81 km Lärmschutzmaßnahmen (LS-Wände, Steilwände, LS-Dämme)
  • 2 Raststätten mit Tankstellen, insgesamt 400 PKW bzw. 260 LKW Parkplätze, ein Hotel mit Seminarräumen, LKW-Lenker-Aufenthaltsträumen, Rasthäusern, Tankstellen, etc.

Personaleinsatz

Am Projekt arbeiteten bis zu 1500 Personen, davon waren 130 Personen nur für die Planung verantwortlich.

Planung

Rund 13.500 Pläne waren notwendig, um dieses Bauvorhaben zu realisieren.

Behördenverfahren

Bei den zahlreichen Behördenverfahren wurden 292 Bescheide mit 4329 Auflagen erlassen.

Geräteeinsatz (Erdbau)

Erd- und Straßenbau: 196 Geräte
LKW/Transport: 209 Geräte
Gesamt: 405 Geräte

Verkehrslage

Freie Fahrt auf allen Strecken.

Service

www.asfinag.at

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Service auf der Strecke

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Übersicht Raststätten & Tankstellen