Umwelt

Die Berücksichtigung der Umwelt ist ein wesentliches Anliegen in allen Projektphasen - von der Projektierung über die Bau- bis zur Betriebsphase. So werden z.B. die Anrainer der A5 Süd durch rd. 81 km Lärmschutzwände vor zu hoher Lärmbelästigung geschützt, aber auch für die Fauna und Flora wurden im Zuge der Errichtung der Autobahn umfangreiche Maßnahmen gesetzt, die nun von Experten intensiv betreut werden.

Ingsgesamt wurden 236 ha an Ersatz- und Ausgleichsflächen geschaffen. Im Weinviertel sind dies neben Forst- und Gehölzflächen im Wesentlichen Brach-, Trockenwiesen bzw. Halbtrockenrasen sowie Feuchtwiesen.

In Summe wurden durch Bonaventura auf 120 ha "Ersatzpflanzungen" durchgeführt:
A5:
55ha
S1 West:
15 ha
S1 Ost:
42 ha
S2:
8 ha

Um die Wirksamkeit dieser Maßnahmen zu sichern, gibt es neben Trassenquerungen, die auch von der Tierwelt angenommen werden, eine ökologische Begleitung des Projekts.

Ökologisch wirksame Trassenquerungen

Um auch eine Vernetzung der für die Tiere wichtigen Ausgleichsflächen zu ermöglichen, wurden unterschiedliche Formen der Trassenquerungen errichtet:
9 Grünbrücken
2 Autobahnbrücken mit Wildquerungsmöglichkeit
5 Unterführungen und Durchlässe

Zum Schutz von Wild und Autobahnnutzern, wurden entlang der gesamten Autobahn Wildschutzzäune errichtet und entlang der neu geschaffenen Landesstraßen Wildwarnreflektoren aufgestellt.

Ökologische Begleitmaßnahmen

Neben baulichen Maßnahmen, die das Queren der Trasse für Wildtiere ermöglichen, wurden auch sogenannte "Ökologische Begleitmaßnahmen" implementiert.

Bonaventura begleitet das Projekt für die gesamte Dauer auch ökologisch. Die Umsetzung wurde von einer ökologischen Bauaufsicht und einer Umweltbaubegleitung kontrolliert. Im Sinne der Umwelt wurde ein landschaftsökologisches Ausgleichskonzept entwickelt. Darin wurden nötige Ersatzaufforstungen und andere ökologische Maßnahmen für den Ausgleich möglicher wesentlicher nachteiliger Auswirkungen auf die Umwelt festgelegt.

Seit Bauende werden die umfagreichen ökologischen Begleitmaßnahmen in Form eines ökologischen Monitorings weiter betreut.

Bauzeit

Während der Bauzeit zwischen 2006 und 2010 wurden wesentliche Maßnahmen zum Schutz der Umwelt ergriffen:

  • Baustelleneinrichtungen durften keinesfalls auf ökologisch wertvollen und/oder Waldflächen errichtet werden.
  • Keine Durchschneidung von Natura 2000 Gebieten oder anderen Schutzgebieten.
  • Durch die Verwendung von Aushubmaterial als Dammschüttmaterial bzw. für die Lärmschutzdämme konnten bis zu rund 75.000 LKW-Fahrten zur und von der Baustelle reduziert werden.
  • Während der gesamten Bauzeit wurde die Baustraße periodisch bewässert, somit konnte die Staubentwicklung eingedämmt werden. Weiters wurden Dämme und Zwischenlagerstätten zur Staubeindämmung umgehend begrünt.
  • Notwendige Rodungsarbeiten wurden nicht während der Brutsaison durchgeführt. Für den Schutz von Tieren wurden zudem jeweils vor Beginn der Bauarbeiten provisorische Wildschutzzäunungen und amphibiendichte Zäunungen nach Erfordernis errichtet. Umd ei Nutzung der temporären Gewässer im Baustellenbereich durch AMphibien zu verhindern, wurde eine durchgängige temporäre Amphibienleiteinrichtung errichtet. Bei notwendiger Baustellenbeleuchtung wurden Natriumdampflampen verwendet, um die Lockwirkung auf Insekten und ihre Fressfeinde zu verringern.
  • Die notwendigen Umlegungsarbeiten am Seyringer Abzugsgraben erfolgte außerhalb der Reproduktionszeit der vorkommenden Fischarten. Als Zeitraum für diese Maßnahmen war daher das Winterhalbjahr vorgesehen.
  • Nach Abschluss der Bauarbeiten wurden beanspruchte Flächen rekultiviert und zum frühest möglichen Zeitpunkt wieder begrünt bzw. bepflanzt.
  • Bei der trassennahen Bepflanzung wurden entsprechende Abstände zur Verhinderung des Vogelschlages eingehalten sowie auf durchsichtige oder spiegelnde Lärmschutzwände verzichtet.
  • Entlang der Autobahntrasse wurden durchgehend Wildschutzzäune errichtet. Im Bereich stark frequentierter Anschlussstellen an die Autobahn, wurden Wildwarnreflektoren an den Zubringerstraßen montiert.

Projekt begleitende Maßnahmen nach der Bauzeit

Auch nach der Inbetriebnahme der Strecke nehmen wir unsere ökologische Verantwortung war und setzen laufend Maßnahmen, die der Umwelt:

  • Entsprechend den behördlichen Vorgaben wurden und werden fachspezifische Monitorings zu den Themen Lärmschutz, Luftgüte, Ökologie und Naturschutz, Vogelschlag, Forst, Wasserökologie, Wildökologie, Ziesel, Amphibien und Reptilien durchgeführt.
  • Die Pflege der ökologischen Ausgleichsflächen erfolgt nach einem Pflegeplan, der für jede Fläche über ein jährliches Monitoring festgelegt und bei Bedarf adaptiert wird. So kann das Entwicklungsziel auf Dauer gesichert und erhalten bleiben.
  • Durch das Anlegen und Erhalten von trassenfernen Brach und Naturschutzflächen, trägt die Bonaventura auch zum Erhalt schützenswerter Landschaften der Umgebung bei. Beispielsweise wurden Brachflächen am Stetter Berg, Wolfpassing oder in Gaweinstal angelegt.
  • Im Projektgebiet wurden sogenannte Trittsteinhabitate errichtet, um die unterschiedlichen Lebensräuem besser zu vernetzen. Die 30 Tümpel an der Tümpelkette der S10 und die 13 Lockgewässer an der A5 dienen Amphibien und anderen Wildtieren als wichtiges Feuchtlebensraumhabitet. Zudem wurden auch mehrere Landschaftsteiche an der S10 angelegt.
  • Aufweitungen am Donaugraben der dem Seyringer Abzugsbgraben sind ebenfalls wichtige Feuchtlebensraumhabitate. In den letzten Jahren wurden hier auch schon Biber ansässig. In Ergänzung zu den Tümpeln, wurden auch zahlreiche Lockgewässer geschaffen, die den Tieren auch in trockenen Zeiten den Zugang zu Wasser ermöglichen sollen. Um dies zu gewährleisten, sind Tümpel und Lockgewässer entsprechend den Vorgaben regelmäßig auch künstlich zu befüllen.
  • In Schrick, Hochleithen udn Eibesbrunn wurden Lösswände errichtet, um verschiedenen Höhlenbrütlern, wie z.B. dem Eisvogel oder dem Bienenfresser, diese seltenen Lebensräume zur Verfügung zu stellen. Die Wände müssen regelmäßig gepflegt und bei Bedarf abgestochen werden.
  • Für gefährdete Arten, wie z.B. Ziesel, wurden an S1W spezielle Flächen angelegt. Ein eigenes Monitoring überwacht die Population.
  • Die Autobahnentwässerung erfolgt über mehrere Reinigungsstufen (Versickerungsmulden, Absatzbecken und Bodenfilterbekcen) mit unterschiedlichem Sommer- und Winterbetrieb. Nach der Reinigung erfolgt Versickerung oder - wo diese aufgrund des anstehenden Untergrunds nicht möglich ist - eine Ausleitung in die Vorfluter. Dieses Konzept gewährleistet die beste derzeit mögliche Reinigungstechnologie.
  • Im Falle von Unfällen mit Ölaustritt werden die Verunreinigungen über geschlossene Rohrleitungen in die abgedichteten Absetzbecken geführt, wo ein Abpumpen bzw. eine fachgerechte Entsorgung erfolgt.
  • Zum Schutz des Grundwassers werden auf Bestandsdauer regelmäßig qualitative und quantitative Grundwasserbeweissicherungen durchgeführt. Dadurch können mögliche Verunreinigungen ins Grundwasser sofort erkannt werden.

Verkehrslage

Freie Fahrt auf allen Strecken.

Service

www.asfinag.at

Tunnelsicherheit

Österreichs Tunnel zählen zu den modernsten und sichersten in Europa. Kunden können sich bei der Fahrt durch den Tunnel sicher fühlen und sicher sein. Hier das Video.


Service auf der Strecke

Informieren Sie sich über die hervorragend ausgestatteten Raststätten mit einem breit gefächerten Angebot, die Sie auf unseren Strecken zum Tanken, Rasten, Essen, Übernachten oder für eine Tagung nutzen können.

Übersicht Raststätten & Tankstellen